Was hilft gegen Nagel-und Fußpilz?

Nagelpilz (medizinisch: Onychomykose oder Nagelmykose) ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern auch ein medizinisches. Zehennägel sind viermal häufiger betroffen als Fingernägel. Die Nagelmykose ist eine chronische Pilzinfektion, die die Nagelplatte zerstört.
Dermatophyten oder auch Hefepilze verursachen diese Krankheit. Unbehandelt kann sich die Pilzinfektion auf benachbarte Zehen- oder Fingernägel ausbreiten und auch die Haut infizieren.

 

Symptome:

  • Glanzlosigkeit des Nagels
  • weiße oder gelbliche Verfärbung am Nagelrand
  • weißliche, gelbe oder grau- braune Flecken im Nagel
  • Verdickung der Nagelplatte

Je nach Schweregrad der Infektion erfolgt die Behandlung lokal und /oder im gesamten Körper. Bei Befall von mehr als 2 Nägeln oder mehr als ⅔ der Nagelfläche ist die Behandlung von Hautarzt erforderlich.

Eine Nagelpilzbehandlung erfordert viel Geduld, denn ein erkrankter Nagel gilt erst dann als geheilt, wenn der gesunde Nagel komplett nachgewachsen ist. Die durchschnittliche Wachstumsgeschwindigkeit von Nägeln liegt zwischen 0.5 und 1.2 mm pro Woche, Fingernägel wachsen etwa doppelt so schnell wie Fußnägel. Eine vollständige Heilung der Fingernägel dauert daher in etwa 6 Monate, die der Fußnägel ca. 9-12 Monate. Grundsätzlich gilt: Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto höher sind die Heilungschancen.

 

Für die Behandlung von Nagelpilz stehen verschiedene Arzneimittel zur Verfügung:

  1. Antimykotika die tief genug in die Nagelschicht eindringen können. Anwendung bevorzugt als Lack, Creme oder Lösung (z.B. Ciclopirox-haltige Nagellösung, Amorolfin-haltiger Nagellack).
  2. Bei lokaler Behandlung ist es sinnvoll, die Zehenzwischenräume und die Fußsohlen mit einer antimykotischen Creme mit zu behandeln (z.B. Terbinafin-, Miconazol-, Clotrimazol-haltige Produkte). Zur Behandlung gibt es auch Salben mit einer fixen Kombination von hochdosiertem Harnstoff und einem Antimykotikum. Der Harnstoff soll die Nagelplatte aufweichen, sodass der Wirkstoff besser eindringen kann (u.a. Bifonazol + Harnstoff).
  3. Regelmäßige und schonende Nagelpflege.
  4. Auf ausgewogene Ernährung achten für ein gutes Nagelwachstum, Vitamin- und Mineralstoffpräparate ergänzen.
  5. Mittel zur Immunstärkung, weil eine Pilzinfektion der Haut sich bei immumgeschwächten Menschen leichter ausbreitet.
  6. Die Behandlung darf erst beendet werden, wenn auch der letzte Rest der kranken Nagelplatte herausgewachsen und kein Erreger mehr nachweisbar ist.
  7. Nach Verschwinden der Symptome sollte die Behandlung noch für drei bis vier Wochen fortgesetzt werden, um die Rezidivgefahr durch Sporen zu verringern.
  8. Diabetiker leiden oft unter Nagelpilz,weswegen die Behandlung von professioneller Fußpflege durchgeführt werden soll.
  9. Nagelmykosen treten sehr häufig mit Fußpilz auf, deshalb ist eine zusätzliche Fußpilzbekämpfung  eine notwendige Maßnahme.

Fußpilz ist eine Erkrankung der Haut der Füße die von Fadenpilzen hervorgerufen werden. Nach dem Infektionsort unterscheidet man beim Fußpilz die Erkrankungsformen:

  • zwischen den Zehen, als häufigste Form meist zwischen den Zehen vier und fünf
  • auf der Fußsohle
  • im Fußgewölbe

Die Infektion zeigt sich mit Juckreiz, Rötung und Schuppenbildung, häufig aufgequollen. Feuchtigkeit durch übermäßiges Schwitzen und ungenügende Fußhygiene sind oftmals die Ursache für das Wachstum der Pilze.

Als Ansteckungsquellen des Fußpilz gelten Badeanstalten, Sporthallen, Saunen, Duschräume und Teppichböden in Hotelzimmer. Der Fußpilz sollte unbedingt behandelt werden, damit sich die Infektion nicht weiter ausbreitet, superinfiziert oder die Fußnägel befällt.

Der Fußpilz wird lokal behandelt.

Zur Verfügung stehen sogenannte Breitspektrum-Antimykotikum (Clotrimazol-, Ketoconazol-, Miconazol-, Bifonazol-, Terbinafin-haltige Produkte ) als Creme, Spray oder Lösung. Einfach anzuwenden ist eine Creme, die man für jedes Stadium der Erkrankung empfehlen kann. Sprays sind für nässende Stellen nicht geeignet und nur sinnvoll, wenn noch keine offenen Stellen zu sehen sind. Wichtig ist die tägliche  Anwendung über zwei bis vier Wochen.

Zusätzliche Maßnahmen:

  1. Die Haut der Füße trocken halten.
  2. Sanfte Reinigung durchführen, lange Fußbäder meiden.
  3. Synthetische Socken und Turnschuhe meiden.
  4. Täglich Socken und Handtuch wechseln, kochfeste Baumwollsocken tragen.
  5. Schuhe mit Desinfektionsspray einsprühen.
  6. Badeschuhe in Schwimmbädern oder Gemeinschaftsduschen tragen, kein Barfußlaufen auf Hotelteppichböden.

Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Entsprechende Präparate stehen für Sie in der Sonnen -Apotheke zur Verfügung. Unser Apotheken- Team gibt Ihnen kompetente Beratung. Wenn innerhalb einer Woche keine Besserung eingetreten ist, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Bleiben Sie gesund.
Ihre Sonnen-Apotheke, Marktredwitz

Svitlana Meßmer – Apothekerin der Sonnen-Apotheke

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