Wenn der Hals wehtut

Als Halsschmerzen bezeichnet man eine akute Entzündung im Rachenraum mit Schluckbeschwerden, Rötung, Brennen im Mund-Rachenraum, Heiserkeit und leichtem Krankheitsgefühl, häufig viral bedingt. Halsschmerzen können oft als Begleitsymptome bei Erkältungen, durch Überbeanspruchung der Stimme und durch Reizung der Atemwege ausgelöst werden.

 

Kinder und Jugendliche sind von Erkrankungen im Rachen und am Kehlkopf häufiger betroffen als Erwachsene.
Infolge der Infektion entzündet sich die Schleimhaut im Hals.

Je nachdem, wo die Entzündung stattfindet, wird es mit verschiedene Fachbegriffe bezeichnet:

  • Pharyngitis: meist ist nur der obere Rachenbereich und die Rachenhinterwand betroffen; Die mit einer Erkältung einhergehende Pharyngitis ist meist von den typischen Viren der Atemwege (Influenza-, Parainfluenza oder Adenoviren) verursacht; seltene Erkrankungsursache können aber auch andere Viren wie Herpes-simplex Bakterien sind seltener die Ursache für eine Pharyngitis.Die Mandeln sind hier nicht entzündet.
    Symptome der typischen „Erkältungs Pharyngitis“: anfangs Halskratzen oder Halsschmerzen, Brennen in der Nase, Niesreiz, Schnupfen, eventuell gefolgt von Kopfschmerzen und Fieber sowie Husten. Die Halsschmerzen sind normalerweise nach zwei bis drei Tagen vorbei, die übrigen Erkältungssymptome nach einer Woche.
  • Laryngitis: wenn sich die Entzündung in tiefer liegenden Regionen wie Kehlkopf, Kehldeckel und Stimmbändern abspielt; Bei einer Erkältung breitet sich mitunter die Schleimhautentzündung „rachen abwärts“ aus. In der Folge können die Schleimhaut und Stimmbänder im Kehlkopf anschwellen, häufig lagert sich auch Schleim auf. Mitunter sind Bakterien für eine Kehlkopfentzündung verantwortlich.
    Symptome: Heiserkeit oder Wegbleiben der Stimme (Aphonie) über zwei bis drei Tage, Husten, Halsschmerzen und weitere Erkältungssymptome, etwa Fieber. Die Stimme kann der Besserung der anderen Beschwerden manchmal noch etwas hinterherhinken. Selten ist die Entzündung im Kehlkopf so stark, dass es durch die damit verbundene Schwellung zu Atemnot kommt (Notfall!).
  • Angina tonsillaris, Tonsillitis: eine Mandelentzündung: Es sind vor allem die Gaumenmandeln betroffen. Je nach Entzündungsgrad gibt es verschiedene Unterformen. Auslöser sind häufiger Bakterien, vor allem des Typs beta-hämolysierende Streptokokken A, und Viren.
    Symptome: Starke Halsschmerzen, die länger als zwei Tage dauern und in die Ohren ausstrahlen können („Angina-Halsschmerzen“), Schluckbeschwerden, Beläge auf den Mandeln, Mundgeruch, kloßige Sprache, geschwollene und beim Abtasten schmerzhafte Lymphknoten am Hals, Fieber, außerdem häufig Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, bei Kindern auch Bauchschmerzen und Erbrechen.
  • Pharyngotonsillitis oder Tonsillopharyngitis: eine Rachen- und Mandelentzündungen;
  • Pharyngolaryngitis: es sind Kehlkopf und Rachen entzündet;

Meist heilen Halsentzündungen innerhalb weniger Tage von selbst. Ziel der Therapie ist daher nicht, den viralen Infekt  zu bekämpfen, sondern die Halsschmerzen zu lindern.

Mittel der Wahl sind:

  1. Lokalanästetika: Benzocain-  Lidocainhaltige Lutschpastillen und Halsspray) sowie bei starken Beschwerden auch Analgetika (wie Ibuprofen und Paracetamol).
  2. Lokale Reizlinderung: lokale Anwendung von schleimhaltigen oder schleimbildenden Substanzen, die den Rachenraum mit Schutzschicht bedecken (isländische Moos, Hyaluronsäure)
  3. Desinfizierende Wirkstoffe: zur lokalen Keimreduktion im Mund- Rachenraum(Chlorhexidin-,Hexetidin-, Tyrothricin-,Povidon-Jod-haltige Präparate als Halstabletten,Halsspray oder Gurgel Lösung.
  4. Zusatzhinweise:
    – Halswickel, Wärmeanwendung können lokale Abwehr stärken.
    – Viel trinken, am besten Arzneitee mit Salbei und Kamille.
    – Gurgeln mit Salzwasser, Salbei-, oder Kamillentee.
    – Zum Feuchthalten des Rachenraums Bonbons lutschen, Lutschtabletten mit Dexpanthenol.
    – Raumluft befeuchten.
    – Gurgellösungen ausreichend lange gurgeln (ca. eine Minute).
    – Nikotin, Alkohol, reizende Speisen meiden.
    – Weiches Essen bei Schluckbeschwerden.
    – Einnahme von Vitamin C und Zink.
    – Alternative Heilmethoden (Meditonsin, Angocin, Tonsipret, Echinacea Mund- und Rachenspray ,Salviathymol).

Lassen Sie sich am besten in der Apotheke beraten. Entsprechende Präparate halten wir für Sie in der Sonnen-Apotheke bereit. Unser Apotheken-Team gibt Ihnen kompetente Ratschläge. Falls die Schmerzen mehr als drei bis vier Tage anhalten oder sehr stark sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da möglicherweise eine andere Erkrankung die Ursache ist. Dies gilt auch bei schlechtem Allgemeinzustand und Fieber.

Bleiben Sie gesund.
Ihre Sonnen-Apotheke, Marktredwitz

Svitlana Meßmer – Apothekerin der Sonnen-Apotheke

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